Dies
ist auch in der Rechtssprache der Fall.
Umstritten
ist, ob die
Begriffe tatsächlich deckungsgleich sind.
Der
Begriff Identität ist auf das Individuum
bezogen
während Orientierung auf eine andere Person gerichtet ist. Mit
diesem Hintergrund wird deutlich, warum Sexuelle
Identität im Gegensatz zu Sexueller
Orientierung
auch Transgender
mit einschließen könnte und oft auch explizit so
gemeint
ist; dies ist aber umstritten. Darüber hinaus kann
z. B.
dieAsexualität eine Identität sein; ob es eine
Orientierung
oder das Fehlen einer Orientierung darstellt, ist ebenfalls umstritten.
Sexuelle
Identität kann auch viel umfassender
sein als
lediglich die
Frage nach der Wahl des Geschlechts eines potentiellen Sexpartners. Ob
Sex anonym, in Beziehungen oder sowohl anonym als auch in Beziehungen
gelebt wird, die Häufigkeit des Verkehrs, und das
Verständnis
der
eigenen Geschlechtsrolle spielen alle in der sexuellen
Identität
eine
Rolle. Somit kann eine Entscheidung z. B. für die Ehe
als
Lebensform, in der die sexuelle Identität ausgelebt wird, oder
eine Entscheidung für das Zölibat auch ein Teil der
sexuellen
Identität sein.
Es
gibt weltweit viele unterschiedliche Gesetze, welche die Beziehungen
zwischen Menschen des gleichen Geschlechts zu regeln versuchen. Viele
dieser Gesetze formulieren Verbote, wobei häufig nur das
gleichgeschlechtliche Sexualverhalten
unter Männern behandelt wird. Eine weitere häufige
Ausprägung von
Gesetzen zum Thema Homosexualität behandelt Alltagsaspekte,
zum
Beispiel den Güterstand, von gleichgeschlechtlichen Paaren.
Dabei
werden zum Beispiel eingetragene Partnerschaften geregelt, oder
Diskriminierungsverbote
erlassen. Die Ausprägung der verschiedenen Gesetzgebungen
variiert
sehr
stark. Während in manchen Ländern auch die
zivilrechtliche
Ehe für gleichgeschlechtliche Paare offensteht, sind in
anderen
Ländern sexuelle Handlungen zwischen Männern unter
Androhung
der Todesstrafe verboten.
Eine
soziale Diskriminierung kann in vielen Erscheinungsformen
auftreten. So unterscheidet man in der wissenschaftlichen und
politischen Diskussion vor allem die bewusste von der unbewussten
Diskriminierung. Weitere mögliche Unterscheidungskriterien sind
- direkte und indirekte Diskriminierung
- offene und verdeckte Diskriminierung
- alltägliche und
strukturelle Diskriminierung
- individuelle und institutionelle
Diskriminierung
- unmittelbare und mittelbare
Diskriminierung
Eine
bewusste, direkte, offene, alltägliche,
individuelle
oder
unmittelbare Diskriminierung wird in einer demokratischen
Mehrheitsgesellschaft auch von der Mehrheit überwiegend
abgelehnt,
weil
sie dem Gleichheitssatz widerspricht, als Ausdruck von Intoleranz oder
von Vorurteilen gilt und sich oft in Form von Gewalt,
Schmähungen
oder anderen aggressiven Formen der Ausgrenzung zeigt.
Benachteiligungen
können in
Einschränkungen auf allen Ebenen des Lebens
stehen, insbesondere in Einschränkungen an der Teilnahme am öffentlichen Leben, in der
Freizügigkeit, Ausbildung, Berufsausübung oder beim
Entgelt.
Mittelbare
Diskriminierung
Nach
einer Definition der Europäischen Union
liegt eine mittelbare Diskriminierung vor,
- [...] wenn dem Anschein
nach neutrale
Vorschriften, Kriterien
oder Verfahren bestimmte Personen aufgrund ihrer Rasse oder ethnischen
Herkunft, ihrer Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, ihres
Alters oder ihrer sexuellen Ausrichtung in besonderer Weise
benachteiligen können.
Im
Unterschied zu einer unmittelbaren Diskriminierung
bedarf es
danach nicht eines offenen, zielgerichteten oder willkürlichen
Verhaltens. Es reicht aus, dass die festgestellte Benachteiligung nicht
sachlich gerechtfertigt ist.
Beispiele:
- Vergünstigungen
für
Vollzeitbeschäftigte, wenn Teilzeitbeschäftige
mehrheitlich Frauen sind.
- Sprachtest in einem
Bewerbungsverfahren, obwohl die
Sprache für den Beruf nicht notwendig ist.
- Schalter in öffentlichen
Gebäuden,
die für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar sind.
Bewertungen
hierzu
entnehmt
bitte meinen Kommentierungen
in
den einzelnen Paragraphen